Ein frischer VPS ist dem öffentlichen Internet ausgesetzt, sobald er bootet. Bots klopfen binnen Minuten an. Die gute Nachricht: eine Handvoll Schritte am ersten Tag sperrt die überwältigende Mehrheit der Angriffe aus.
Schritt 1: Hör auf, dich mit Passwörtern anzumelden
Passwort-Logins sind das größte Risiko auf einem neuen Server, weil Bots sie den ganzen Tag erraten. Erzeuge ein SSH-Schlüsselpaar auf deinem eigenen Rechner, kopiere den öffentlichen Schlüssel auf den Server und deaktiviere dann die Passwort-Authentifizierung komplett. Ab dann kann sich nur anmelden, wer deinen privaten Schlüssel hat.
Schritt 2: Nutze Root nicht für die tägliche Arbeit
Lege einen normalen Benutzer mit Sudo-Rechten an und nutze ihn für den Alltag. Alles als Root zu betreiben bedeutet: ein einziger Fehler oder ein kompromittierter Prozess hat totale Kontrolle. Ein normales Konto mit Sudo gibt dir dieselbe Macht, wenn du sie brauchst, mit Sicherheitsabstand, wenn nicht.
Schritt 3: Schalte eine Firewall ein
Standardmäßig sind viele Ports zur Welt offen. Eine Firewall lässt nur das zu, was du wirklich nutzt, und blockt den Rest. Auf den meisten Linux-Systemen macht UFW das zur Zwei-Minuten-Sache.
- Erlaube SSH (dein gewählter Port), HTTP (80) und HTTPS (443).
- Verweigere standardmäßig allen übrigen eingehenden Verkehr.
- Öffne zusätzliche Ports nur, wenn ein Dienst sie wirklich braucht.
Schritt 4: Aktualisiere alles, dann halte es aktuell
Der erste Befehl auf jedem neuen Server sollte die Paketliste aktualisieren und Sicherheitspatches installieren. Veraltete Software ist der Weg, auf dem die meisten Server geknackt werden. Aktiviere automatische Sicherheitsupdates, damit du dich nicht aufs Gedächtnis verlässt.
Schritt 5: fail2ban gegen Brute-Force
fail2ban beobachtet deine Logs und sperrt vorübergehend IP-Adressen, die sich zu oft erfolglos anmelden. Eine kleine Installation, die das ständige Hintergrundrauschen automatisierter Angriffe leise schluckt.
Schritt 6: Richte Backups ein, bevor du sie brauchst
Sicherheit heißt nicht nur, Angreifer draußen zu halten, sondern schnell wiederherzustellen, wenn etwas schiefgeht. Mache Snapshots und halte mindestens eine Backup-Kopie außerhalb des Servers selbst. Ein nie getestetes Backup ist nur Hoffnung, stelle eines einmal wieder her, um sicherzugehen.
SSH-Keys, eine Firewall, Updates und Backups. Vier Schritte am ersten Tag stoppen fast jeden Angriff, dem ein kleiner Server je begegnet.
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